Thema: Essen und Trinken
Woher kommt der Brauch und das Wort "anstoßen" für die Trinksitte des Zuprostens?
In einer abendlichen Weinrunde kam neulich das Gespräch auch auf die Sitte des Zuprostens zu Beginn einer geselligen Runde. Ein Teilnehmer vertrat dabei die Meinung, das "Anstoßen" käme aus dem Mittelalter, als die Gefahr des Vergiftens mittels eines Trunkes besonders groß war. Wer mit seinem Nachbar anstieß, ließ dabei durch die Heftigkeit des Stoßes einen Teil seines Becherinhalts in das Gefäß des Gegenüber schwappen. Damit gab es einen "Flüssigkeitsaustausch" und gegebenenfalls auch einen "Giftaustausch". Ein möglicher Attentäter riskierte damit, auch etwas von seinem Giftcoktail abzubekommen.
Das scheint mir eine sehr schön erfundene, aber wenig wahrscheinliche Erklärung zu sein. Oder stimmt sie doch?
Wer weiß dazu etwas?
Schon im Voraus vielen Dank!
gerhard max (eingestellt am: 31.08.2009)
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3 Kommentare zum Beitrag
Und bei Wikipedia fand ich dazu:
>Ursprünglich ist die lateinische Form; ihr liegt das Verbum „prodesse“ (= „nützen“, „zuträglich sein“) zugrunde. Dementsprechend stellt „prosit“ die konjugierte Form (3. Person Singular Konjunktiv Präsens Aktiv) dar und ist somit eine Wunschformel: „Es möge nützen“ bzw. „Es möge zuträglich sein“.<
Na denn, "wohlbekomm's!"
Dazu fand ich eine nette Erklärung:
>Das "Klirren" diente ursprünglich auch dem Zwecke, die Dämonen zu vertreiben.<
Gemeint waren vielleicht auch die kleinen "Teufelchen", die sich nach durchzechter Nacht am nächsten Morgen im Kopfe wiederfinden - oder etwa nicht?
Hallo g m aus Detternhausen,
ich habe auch keine sichere Antwort. Es könnte aber etwas wahres dran sein aus den Mittelalter. Bleibe am Ball und melde mich bestimmt wieder zu diesen Thema !?
L G Bruno