Thema: Trauern im Internet
Allein mit der Trauer um einen besonders bitteren Verlust? Die Universität Münster bietet Beratung und Begleitung im Internet an für Eltern, die ihr Kind durch Fehl- oder Totgeburt verloren haben.
Eine Betreuung von trauernden Eltern hat die Universität Münster im Internet eingerichtet. Vor allem Fehl- oder Totgeburten sind traumatische Erfahrungen für die werdenden Eltern. Aber auch die ganze Familie ist von solch einem Fall betroffen. Großeltern trauern um die Enkelkinder, die es nicht bis ins Leben geschafft haben. Vielleicht können sie ihren Kindern mit einem Hinweis auf die Anlaufstelle in Münster helfen.
Nach einer Meldung in der Berliner Morgenpost vom 25. 8. hat die Münsteraner Psychiatrie-Professorin Anette Kersting die Internetseite eingerichtet. Über diese Seite können betroffene Eltern an einer Internettherapie teilnehmen. Das Programm umfasst zehn Sitzungen über einen Zeitraum von fünf Wochen. Dabei schreiben die Eltern zehn Texte über ihre Situation. Jeweils nach der zweiten Meldung erhalten sie Antwort von dem Therapeutenteam der Uniklinik für Psychiatrie und Psychotherapie.
Außerdem bietet das Team seit Juli dieses Jahres einmal wöchentlich eine „offene Sprechstunde“ mit E-Mail Kontakt an. Ein Termin kann über das Internet gebucht werden.
Auch eine Chatseite ist vorgesehen. Das Angebot wendet sich an Eltern, die ein Kind in der Schwangerschaft durch Fehlgeburt, Totgeburt oder einen Schwangerschaftsabbruch verloren haben. Es entstehen für die Teilnahme keine Kosten. www.internettherapie-trauernde-eltern.de (eingestellt am: 25.08.2009)
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