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Thema: Im Alter Versöhnung finden

Wintermonate des Lebens


bpechmann
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Wie kann ich den Menschen, die in einem Alten- und Pflegenheim, einem Wohnstift, einer Seniorenresidenz leben, so helfen, dass es zu einer erleichternden und befreienden Wirkung kommt?


Wie mir die Idee zu dem Buch "Durch die Wintermonate des Lebens" kam.

Manchmal denkt man: Eine Idee entsteht im Kopf. Bei mir war das anders.
Ich hatte die Stelle und das Arbeitsgebiet gewechselt: vom Pastor in einer Ortsgemeinde zum Altenheimseelsorger. Nun erlebte ich etwas Überraschendes: Hieß es anlässlich von Verabschiedung und Wechsel häufig, das sei doch eine schöne neue Aufgabe, weil alte Menschen doch so dankbar seien, machte ich die Erfahrung, dass alte Menschen oft auch unzufrieden sind und mit etwas hadern. Das hat mich beschäftigt und weiter umgetrieben.

Was ist "mit den alten Menschen los", habe ich mich gefragt. Natürlich bin ich im Verlauf der Gespräche mit altgewordenen Frauen und Männern auf unterschiedliche Antworten gestoßen: Es kann mit der Biografie zusammenhängen, also mit Unerledigtem aus der Vergangenheit. Oder mit Aktuellem, wenn Kinder oder Enkelkinder Probleme haben. Aber auch Zukunftssorgen oder -ängste spielen im Alten- und Pflegeheim eine nicht unwesentliche Rolle, habe ich gemerkt.

Wie kann ich den Menschen, die in einem Alten- und Pflegeheim, einem Wohnstift, einer Seniorenresidenz leben, so helfen, dass es zu einer erleichternden und befreienden Wirkung kommt? Das ist für mich zu einer leitenden Fragestellung geworden. Daraus sind erste Aufsätze entstanden, die ich in Fachzeitschriften wie den zeitzeichen und dem Deutschen Pfarrerblatt publiziert habe.

Im Heim leben nicht nur Menschen, im Heim arbeiten auch Frauen und Männer und ins Heim kommen Angehörige zu Besuch. Deshalb verdient die Situation der Pflegenden, die für eine Gesellschaft eine zentrale Aufgabe wahrnehmen, Beachtung. Nicht zuletzt empfinden Angehörige es manchmal als persönliche Kränkung, wenn ihr Vater, ihre Mutter, ihre Tante dement wird und "Alzheimer" bekommen hat. Was dann? Diesen unterschiedlichen Fragestellungen habe ich versucht nachzuspüren. Daraus sind keine Ideen, aber praktische Hinweise und Anregungen geworden, um "Durch die Wintermonate des Lebens" hindurch zu kommen: damit das Vertrauen auf den, von dem wir herkommen und zu dem wir letztlich unterwegs sind, sich wieder ausbreiten kann – auf Gott.






(eingestellt am: 17.10.2008)

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